Negative Space – Über das Dazwischen
Negativraum ist weit mehr als bloßer Hintergrund in der visuellen Gestaltung. Er gestaltet aktiv mit: Er vervollständigt Formen durch Abwesenheit, lenkt Blicke gezielt und erzeugt Bedeutung aus dem, was fehlt. »Das Dazwischen« beschreibt diesen offenen Raum voller Potenzial – Leere wird zur Kraft, die Wahrnehmung herausfordert, Interpretationsspielräume öffnet und Spannung zwischen Präsenz und Pause schafft. Philosophisch wandelt Leere hier vom Defizit in ein produktives Prinzip, das das Unsichtbare lebendig macht.
Im Zentrum der Arbeit steht ein experimentelles Designbuch, das diese Ideen direkt in Form übersetzt. Es umfasst mehrere Serien, in alle Richtungen. Formen, die erst durch Weißraum stark werden; extreme Kontraste zwischen dicht gesetzten Flächen und nahezu leeren Seiten. Kompositionen mit bewusst gesetzten Pausen, Brüchen und Lücken, die den Blick zum Entdecken einladen. Das Buch selbst wird zum Experiment. Variierende Papierarten machen den Negativraum zudem noch mehr erfahrbar. Die Arbeit verbindet philosophische Reflexion über Leere mit einem experimentellen Designbuch, das Negativraum als gestalterische Kraft erprobt. Typografische Serien, Kontraste und Formen zeigen, wie Abwesenheit Neues schafft, Dynamik erzeugt und visuelle Sprache
bereichert.
So entsteht ein Buch, das Reflexion und Gestaltung verbindet. »Das Dazwischen« erweist sich als zeitgemäßes Prinzip, das visuelle Sprache bereichert und Leere produktiv einsetzt.